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Antwort von Ursula von der Leyen auf den offenen Brief des Frauenforum Unna zum Bildungspaket des Bundes
24.02.2010 HELLWEGER ANZEIGER
Warme Klänge gegen soziale Kälte
Cellist Thomas Beckmann spielt zugunsten obdachloser Frauen
Von Yvonne Schütze-Fürst
KREIS UNNA • 1993 rief der Cellist Thomas Beckmann die bundesweite Aktion "Gemeinsam gegen Kälte ins Leben". Damals waren in seiner Heimatstadt Düsseldorf zwei Frauen auf den Straßen erfroren.

Der Cellist Thomas Beckmann spielt mit dem Cello gegen Kälte. Foto: dpa
Nun gibt der international anerkannte Cellist im Rahmen seiner Konzerttour am Dienstag, 2. März, um 19 Uhr ein Benefizkonzert in der Fröndenberger Stiftskirche. Schirmherr des Konzerts ist der Bürgermeister der Stadt Fröndenberg, Friedrich-Wilhelm Rebbe. Veranstalter ist das Frauenforum des Kreises Unna.
Der Künstler wird Solo-Suiten von Johann Sebastian Bach sowie Kompositionen von Charlie Chaplin spielen. Beckmann bezeichnet Chaplin als den "ewigen Tramp", der mit seinem Stück "Der Vagabund" dem Bettler ein Denkmal setzen wollte. "Il Medicante" - der Bettler - ist auch der Name des wertvollen Cellos, das den Künstler auf seinen Tourneen begleitet.
Wie das Frauenforum in einer Pressemitteilung erklärt, lag die geschätzte Zahl der alleinstehenden wohnungslosen Frauen 2008 bei etwa 26 Prozent aller Wohnungslosen - das sind bundesweit 56000 Frauen, die verdeckt durch das Unterschlüpfen bei Bekannten, durch wechselnde Partnerschaften oder offen durch das Leben auf der "Platte" ohne festen Wohnsitz leben.
"Wir freuen uns, dass der engagierte Künstler den Kreis Unna mit Fröndenberg in seinen Tourneeplan mit aufgenommen hat. Mit seinem Auftritt unterstützt er uns als Frauenforum und damit unsere Frauenübernachtungsstelle, die wohnungslosen Frauen im Kreis die Möglichkeit einer geschützten, ganztägigen Unterbringung bietet. Frauen, die ohne den Schutzraum einer eigenen Wohnung bedroht sind mit der Aussicht auf ein Leben auf der Straße, dem zweifelhaften Schutz in prekären Beziehungen sowie Gewalt befürchten und erfahren müssen, kommen bei uns im Haus zur Ruhe, können neue Kräfte sammeln und mit der Unterstützung unserer Sozialarbeiterinnen Perspektiven für die Zukunft entwickeln," erläutert Birgit Unger, Geschäftsführerin des Frauenforums.
