Junge Frau steht unter einer Brücke und schaut nach links aus dem Bild heraus

Pressemeldung: Frauenforum und Lebenszentrum rücken zusammen

Hellweger Anzeiger, 19.03.2022

Unna. Eine enge Zusammenarbeit zwischen zwei Organisationen, die sich für das Wohl von Frauen und Kindern einsetzen, sorgt für eine bessere Hilfe für Betroffene. Jetzt ist es in Unna offiziell.

Es mag vielleicht banal klingen, doch es ist nicht immer normal“, so beschreibt Michael Radix, Geschäftsleiter des Lebenszentrums in Königsborn, die nun offizielle Zusammenarbeit zwischen der Kinderschutzambulanz und der Frauen- und Mädchenberatungsstelle des Frauenforums.

Generell ist das Frauenforum, wie der Name schon sagt, für die Betreuung und Hilfe von Frauen und Mädchen zuständig. Sie bieten Betroffenen Schutz, Beratung, Wohnhilfen und zur Not auch eine Unterkunft. Die Kinderschutzambulanz des Lebenszentrums sorgt sich um bedürftige Kinder und betreut diese in allen möglichen Bereichen. Es gebe auch immer akuten Bedarf bei Frauen und Kindern. Da sei dann schnelles Handeln sowohl vom Frauenforum als auch vom Lebenszentrum gefragt. Stets im Fokus beider Einrichtungen steht die Hilfe für Betroffene. „Teilweise ist hierfür auch eine Einschätzung einer männlichen Pflegekraft gefragt, die den Kindern manchmal mehr Informationen entlocken kann, die das Kind sonst eher versteckt“, erklärt Sandra Salmen aus der Kinderschutzambulanz des Lebenszentrums. „Das Thema häusliche Gewalt ist mit das größte Thema für Kinder. Diese traumatisiert sie nicht nur, sie suchen dann einen Weg, um ihre Ängste und Erfahrungen zu unterdrücken“, erklärt Dr. Karin Hameister. Sie ist Chefärztin in der Fachklinik für Kinderneurologie und Sozialpädiatrie im Lebenszentrum. „Ich finde diese Kooperation super. Wir können uns immer auf die Mitarbeit vom Frauenforum verlassen“, freut sie sich. Sie erklärt, dass während der Betreuung alle Lebensabschnitte der Kindesentwicklung abgedeckt werden. „Als wichtigstes Ziel ist die systemübergreifende Zusammenarbeit bei Verdacht auf eine bestehende Kindeswohlgefährdung gesetzt“, erklärt Birgit Unger. Zudem wird durch einen gegenseitigen fachlichen Informationsaustausch ein „positiver Synergieeffekt“ für alle Beteiligten geschaffen. Die Stärkung der fallbezogenen Zusammenarbeit findet ebenso wie die Weitervermittlung in das jeweilige Beratungsangebot einen relevanten Platz in der Vereinbarung. Generell ist es Bestandteil der Kooperation eine Entlastung der einzelnen Mitarbeiter durch bessere Zusammenarbeit mit- und untereinander zu schaffen.libu

Geschäftsführender Vorstand vom Frauenforum im Kreis Unna, Birgit Unger, präsentiert zusammen mit Michael Radix, dem Geschäftsleiter des Lebenszentrums in Königsborn, den offiziellen Kooperationsvertrag zwischen den beiden Einrichtungen. FOTO BUDDE

Betroffene Familien, Frauen und Kinder können sich zu den Sprechzeiten telefonisch melden, oder jederzeit über das Kontaktformular auf den Internetseiten des Lebenszentrums oder des Frauenforums.