
Gemeinsam gegen häusliche Gewalt
Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt im Kreis Unna ist ein interdisziplinäres Netzwerk von Institutionen und Fachkräften, die sich gemeinsam für den Schutz von Frauen und Kindern einsetzen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind.
Seit seiner Gründung arbeitet der Runde Tisch daran, die Zusammenarbeit aller beteiligten Stellen kontinuierlich zu verbessern, Betroffene schneller und wirksamer zu unterstützen und die Öffentlichkeit für das Thema häusliche Gewalt zu sensibilisieren.
Entstehung
Der Runde Tisch entstand aus der Fachtagung
„Intervention statt Diskretion – Gewalt gegen Frauen“
am 25. November 1998.
Initiiert wurde die Veranstaltung von
- der Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Unna
- der Gleichstellungsbeauftragten der Kreisstadt Unna
- dem Frauenforum im Kreis Unna e. V.
Im Anschluss beschlossen die Initiatorinnen, ein dauerhaftes Netzwerk aufzubauen, das alle relevanten Institutionen im Kreis Unna miteinander verbindet.
Seitdem trifft sich der Runde Tisch regelmäßig zu Vernetzungstreffen, Fachveranstaltungen und Fortbildungen.
Ziele
Der Runde Tisch verfolgt insbesondere folgende Ziele:
- Schutz und Unterstützung von Frauen und Kindern, die von häuslicher Gewalt betroffen sind
- Vernetzung aller beteiligten Institutionen
- Entwicklung gemeinsamer Handlungskonzepte
- Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz, Medizin, Beratungsstellen und weiteren Fachstellen
- Sensibilisierung der Öffentlichkeit
- Prävention häuslicher Gewalt
- Förderung des fachlichen Austauschs und gemeinsamer Fortbildungen
Mitglieder
Im Runden Tisch arbeiten Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Institutionen zusammen, unter anderem aus den Bereichen
- Polizei
- Justiz
- Medizin und Gesundheitswesen
- Kommunale Gleichstellungsstellen
- Jugendhilfe
- Beratungsstellen
- Frauenhilfe
- Kinderschutz
- Integrationsarbeit
- Kirchen
- Wohlfahrtsverbände
- Jobcenter
- Schulen
- Kommunale Verwaltung
Gemeinsam bilden sie ein starkes Netzwerk gegen häusliche Gewalt im Kreis Unna.
Meilensteine
Seit 1999 wurden zahlreiche Fachveranstaltungen, Fortbildungen und Vernetzungstreffen durchgeführt.
Schwerpunkte waren unter anderem:
- Gewaltschutzgesetz
- Kinder als Mitbetroffene häuslicher Gewalt
- Täterarbeit
- Gewalt gegen Frauen mit Behinderung
- Gewalt im interkulturellen Kontext
- Traumapädagogik
- Anonyme Spurensicherung
- Istanbul-Konvention
- Digitale Gewalt
- Opferschutz
Gemeinsam erreicht
Seit seiner Gründung hat der Runde Tisch unter anderem
- die Vernetzung der beteiligten Institutionen kontinuierlich ausgebaut,
- zahlreiche Fachveranstaltungen und Fortbildungen durchgeführt,
- Informationsmaterialien und Handlungshilfen veröffentlicht,
- die Einführung der Anonymen Spurensicherung begleitet,
- Impulse für neue Unterstützungsangebote und Präventionsmaßnahmen gesetzt.
Koordination
Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt im Kreis Unna wird durch ein gemeinsames Lenkungsteam koordiniert. Dieses organisiert die Netzwerkarbeit, plant Veranstaltungen und ist Ansprechstelle für Fragen rund um den Runden Tisch.
Kreis Unna
Dana-Joy Aytekin
Gleichstellungsbeauftragte
59425
02303 27-1717
Frauenforum im Kreis Unna e.V.
Britta Buschfeld
Geschäftsführerin
59425 Unna
02303 7789-10
Gemeinde Bönen
Kerstin Luttrop
Gleichstellungsbeauftragte
59199 Bönen
Stadt Lünen
Heike Tatsch
Gleichstellungsbeauftragte
44532 Lünen
Stadt Schwerte
Birgit Wippermann
Gleichstellungsbeauftragte
58239 Schwerte
02304 104-691
Kontakt
Sie möchten mehr über den Runden Tisch erfahren oder sich mit uns in Verbindung setzen?
Dann wenden Sie sich gerne an eine der Koordinatorinnen. Wir freuen uns über Ihre Nachricht.
Chronik des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt
Der Grundstein
25. November 1998
Mit der Fachtagung „Intervention statt Diskretion – Gewalt gegen Frauen“ entsteht die Idee eines kreisweiten Netzwerks gegen häusliche Gewalt.
Der Runde Tisch nimmt seine Arbeit auf
Am 16. Juni 1999 findet das erste Treffen des Runden Tisches statt.
Mehr lesenZusammenarbeit wächst
Am 16. Juni 1999 findet das erste Treffen des Runden Tisches statt.
Mehr lesenGemeinsamen Handeln stärken
Mit der großen Fachtagung
„Intervention statt Diskretion – Gemeinsam der Beziehungsgewalt begegnen“
wird das Netzwerk deutlich erweitert.
Aufbau der Netzwerkarbeit
In zahlreichen Fachveranstaltungen werden unterschiedliche Aspekte häuslicher Gewalt behandelt.
Neue Perspektiven
Der Runde Tisch beschäftigt sich verstärkt mit besonderen Zielgruppen und aktuellen Entwicklungen.
10 Jahre Gewaltschutzgesetz
Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes zieht der Runde Tisch Bilanz.
Netzwerk kontinuierlich erweitert
Der Runde Tisch greift aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf.
Anonyme Spurensicherung
Während der Corona-Pandemie findet erstmals eine digitale Sitzung zum Thema ASS - Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftat statt.
Runder Tisch 2.0
Der Runde Tisch richtet seine Arbeit neu aus.
Istanbul-Konvention und Opferschutz
Neue Herausforderungen
Der Runde Tisch widmet sich aktuellen Formen von Gewalt.
Fachveranstaltung „Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftaten (ASS)“
Die Fachveranstaltung widmete sich der Bedeutung der Anonymen Spurensicherung als wichtigem Baustein im Opferschutz und der weiteren Verbesserung der Unterstützung von Betroffenen.
Fachveranstaltung „Täterarbeit ist auch Opferschutz“
Im Mittelpunkt der Fachveranstaltung stand die Frage, welchen Beitrag Täterarbeit zum Schutz von Betroffenen leisten kann und wie Prävention nachhaltig gelingen kann.

Gefördert durch die
Der Grundstein
25. November 1998
Mit der Fachtagung „Intervention statt Diskretion – Gewalt gegen Frauen“ entsteht die Idee eines kreisweiten Netzwerks gegen häusliche Gewalt.
Die Gleichstellungsbeauftragten des Kreises Unna und der Kreisstadt Unna sowie das Frauenforum im Kreis Unna e. V. initiieren gemeinsam den Aufbau eines Runden Tisches, um die Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen nachhaltig zu stärken.
Zusammenarbeit wächst
In den ersten Jahren lernen sich die beteiligten Institutionen gegenseitig kennen und entwickeln gemeinsame Standards.
Die Treffen finden unter anderem bei Polizei, Gerichten, Krankenhäusern und Beratungsstellen statt.
Ergebnisse
- gegenseitiges Verständnis der Arbeitsweisen
- Entwicklung erster Handlungsempfehlungen
- Entwurf eines gemeinsamen Wegweisers für Fachkräfte
Fachveranstaltung „Täterarbeit ist auch Opferschutz“
Im Mittelpunkt der Fachveranstaltung stand die Frage, welchen Beitrag Täterarbeit zum Schutz von Betroffenen leisten kann und wie Prävention nachhaltig gelingen kann.
Schwerpunkte
- Präventionsarbeit mit Jungen und Männern
- Täterarbeit als Bestandteil eines wirksamen Opferschutzes
- Vorstellung bewährter Beratungs- und Interventionsangebote
- Fachlicher Austausch und Stärkung der Vernetzung
Ausbau der Netzwerkarbeit
In zahlreichen Fachveranstaltungen werden unterschiedliche Aspekte häuslicher Gewalt behandelt.
Themen
- Kinder als Mitbetroffene
- Täterarbeit
- Opferschutz
- Medizinische Versorgung
- Gewaltschutzgesetz
- Zusammenarbeit zwischen Polizei, Justiz und Beratungsstellen
Gemeinsames Handeln stärken
Mit der großen Fachtagung
„Intervention statt Diskretion – Gemeinsam der Beziehungsgewalt begegnen“
wird das Netzwerk deutlich erweitert.
Im Mittelpunkt stehen die Zusammenarbeit aller beteiligten Institutionen und die Weiterentwicklung gemeinsamer Strategien.
Fachveranstaltung „Anonyme Spurensicherung nach Sexualstraftaten (ASS)“
Die Fachveranstaltung widmete sich der Bedeutung der Anonymen Spurensicherung als wichtigem Baustein im Opferschutz und der weiteren Verbesserung der Unterstützung von Betroffenen.
Schwerpunkte
- Anonyme Spurensicherung als wichtiger Baustein des Opferschutzes
- Rechtliche, medizinische und psychosoziale Perspektiven
- Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen
- Weiterentwicklung der Versorgungsstrukturen im Kreis Unna
Neue Perspektiven
Der Runde Tisch beschäftigt sich verstärkt mit besonderen Zielgruppen und aktuellen Entwicklungen.
Schwerpunkte
- häusliche Gewalt im interkulturellen Kontext
- Traumatisierung und Traumaverständnis
- Rolle der Staatsanwaltschaft
- Zusammenarbeit mit Migrantinnenorganisationen
Runder Tisch 2.0
Der Runde Tisch richtet seine Arbeit neu aus.
Es wird beschlossen, künftig regelmäßig
- einen Fachtag
- sowie ein Vernetzungstreffen
pro Jahr durchzuführen.
Damit werden fachlicher Austausch und Vernetzung weiter gestärkt.
Anonyme Spurensicherung
Während der Corona-Pandemie findet erstmals eine digitale Sitzung statt.
Im Mittelpunkt steht die Umsetzung der Anonymen Spurensicherung (ASS) im Kreis Unna – ein wichtiger Baustein zur Unterstützung von Gewaltbetroffenen.
Netzwerk kontinuierlich weiterentwickelt
Der Runde Tisch greift aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen auf.
Themen
- Frauen mit Behinderungen
- Partnergewalt
- Täterarbeit
- Kinder im Mittelpunkt häuslicher Gewalt
- Umgangsrecht und häusliche Gewalt
10 Jahre Gewaltschutzgesetz
Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes zieht der Runde Tisch Bilanz.
Gemeinsam werden bestehende Unterstützungsangebote bewertet und weiterer Handlungsbedarf identifiziert.
Istanbul-Konvention und Opferschutz
Die Treffen beschäftigen sich unter anderem mit
- Opferschutz aus Sicht verschiedener Institutionen
- Umsetzung der Istanbul-Konvention
- aktuellen Entwicklungen in Prävention und Intervention
Neue Herausforderungen
Der Runde Tisch widmet sich aktuellen Formen von Gewalt.
Schwerpunkte
- Digitale Gewalt
- Opferschutz
- Schutzkonzepte
- familiengerichtliche Fragestellungen
Damit reagiert das Netzwerk auf neue gesellschaftliche Entwicklungen und entwickelt seine Arbeit kontinuierlich weiter.
Der Runde Tisch nimmt seine Arbeit auf
Am 16. Juni 1999 findet das erste Treffen des Runden Tisches statt.
Vertreterinnen und Vertreter aus Justiz, Polizei, Medizin, Beratungsstellen, Jugendhilfe, Kommunen und weiteren Einrichtungen beginnen, gemeinsame Strukturen für einen besseren Schutz von Betroffenen zu entwickeln.
Schwerpunkte
- Aufbau eines interdisziplinären Netzwerks
- Entwicklung gemeinsamer Arbeitsweisen
- Erfahrungsaustausch zwischen den Institutionen
