AKH - Angela Knocks Haus
Das Projekt
Das AKH – Angela Knocks Haus in Bergkamen ist ein zukunftsweisendes Modellprojekt des Frauenforums im Kreis Unna e. V. Es vereint Anschlusswohnen und ein Kompetenzzentrum für Mädchen und Frauen unter einem Dach – und schafft damit Raum für Sicherheit, persönliche Entwicklung und neue Perspektiven.
Die Idee entstand aus einer Versorgungslücke, die das Frauenforum seit vielen Jahren erlebt: Nach einem Aufenthalt im Frauenhaus fehlt vielen Frauen und ihren Kindern bezahlbarer und sicherer Wohnraum. Das Angela Knocks Haus setzt genau hier an und unterstützt den Übergang in ein eigenständiges, selbstbestimmtes Leben.
2022 entwickelte das Frauenforum gemeinsam mit der Heinz Knocks-Stiftung die Idee eines Anschlusswohnhauses. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen wurde das Konzept weiterentwickelt.
Nach der Standortsuche im Kreis Unna fiel die Wahl auf Bergkamen. Die zentrale Lage und die kurzen Wege zu Schulen, Kindertagesstätten, Einkaufsmöglichkeiten und dem öffentlichen Nahverkehr bieten gute Voraussetzungen, um im Alltag anzukommen und Schritt für Schritt eine neue Lebensperspektive aufzubauen.
Eckdaten zum Projekt
- Standort: Zentral in Bergkamen – kurze Wege zu Schulen, Kitas, Einkaufsmöglichkeiten und Nahverkehr
- Bauherr und Förderer: Heinz Knocks-Stiftung
- Architektur: benthaus | architekten
- Betrieb: Frauen.Sind.Zukunft gGmbH – eine 100 %ige Tochtergesellschaft des Frauenforums im Kreis Unna e. V.
- Planung und Bau: Privat finanziert durch die Heinz Knocks-Stiftung, ohne öffentliche Fördermittel
- Ausstattung: Gefördert durch die SozialstiftungNRW
- Zweckbindung: Langfristig für soziale und karitative Nutzung gesichert
- Gebäude: Nachhaltig, energieeffizient und barrierefrei nach DIN 18040
Das Haus
Anschlusswohnen & Kompetenzzentrum


Anschlusswohnen
Das Anschlusswohnen schafft einen geschützten Übergang vom Frauenhaus in ein eigenständiges Leben.
Die Bewohnerinnen leben in ihrer eigenen Wohnung und erhalten – wenn gewünscht – Unterstützung bei der Stabilisierung ihrer Lebenssituation sowie auf dem Weg in wirtschaftliche und soziale Selbstständigkeit.
Das bietet das Anschlusswohnen
- 14 Appartements für Frauen mit und ohne Kinder
- unterschiedliche Wohnungsgrößen und Grundrisse
- Wohnungsgrößen orientieren sich an den Vorgaben des Jobcenters
- sicheres Wohnumfeld
- kontrollierter Zugang zum Gebäude
- Schutz der Privatsphäre der Bewohnerinnen
- kein offenes Schutzhaus
Ziele des Anschlusswohnens
- Übergang vom Frauenhaus in selbstständiges Wohnen
- Stabilisierung der Wohnsituation
- Förderung von Selbstständigkeit und Empowerment
- soziale und wirtschaftliche Integration
Unterstützungsangebote
- Individuelle Beratung und soziale Begleitung
- Hilfe bei der Stabilisierung der Lebenssituation
- Unterstützung bei Behördenangelegenheiten
- Berufliche Orientierung und Integration
Kompetenzzentrum
Neben dem Anschlusswohnen entsteht ein modernes Kompetenzzentrum als Ort für Begegnung, Beratung, Bildung und Vernetzung.
Die Angebote richten sich nicht ausschließlich an Bewohnerinnen des Hauses, sondern auch an Mädchen und Frauen aus dem gesamten Kreis Unna sowie an Kooperationspartner.
Räumlichkeiten
- Beratungsraum
- Digital-/ Medien- / Schulungsraum
- Bewegungsraum
- Konferenz- und Veranstaltungsraum
- Bistro als Ort der Begegnung
Angebote
- Beratung und Coaching
- Workshops und Seminare
- Qualifizierung und Weiterbildung
- Förderung digitaler Kompetenzen
- Kommunikation und Selbstbehauptung
- berufliche Orientierung
- Netzwerkveranstaltungen
- Fachtagungen und Konferenzen
- Zusammenarbeit mit Netzwerkpartnern
- Forschung und Dokumentation zu geschlechtsspezifischen Themen
Ziele | Leitgedanke | Innovation
Frauen benötigen nach einer Krise nicht nur Schutz, sondern auch Perspektiven.
Das Angela Knocks Haus verbindet deshalb sicheres Wohnen, Beratung, Bildung und Vernetzung an einem Ort und schafft nachhaltige Chancen für ein selbstbestimmtes Leben.
Ziele
- bezahlbaren Wohnraum schaffen
- Frauen nach dem Frauenhaus langfristig stabilisieren
- Selbstständigkeit fördern
- gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen
- berufliche Perspektiven stärken
- Begegnung und Vernetzung fördern
- Prävention und Empowerment verbinden
Das macht das Projekt besonders
- Verbindung von Anschlusswohnen und Kompetenzzentrum
- Innovatives Modellprojekt mit überregionaler Bedeutung
- Ganzheitlicher Ansatz: Wohnen, Beratung, Bildung und Vernetzung
- Nachhaltige Stärkung von Selbstständigkeit, Teilhabe und Empowerment
- Vollständig privat finanziert – ohne kommunale Finanzmittel
Kontakt
Frauenforum im Kreis Unna e.V.
Britta Buschfeld
Geschäftsführende Vorständin
Hansastraße 38
59425 Unna
Telefon: 02303-77891-0
E-Mail: geschaeftsstelle@frauenforum-unna.de
